Mittwoch, 6. Juni 2018

Langes Wochenende.


Letzten Mittwoch war ich das erste Mal Erdbeeren pflücken. 2,5 kg Erdbeeren habe ich gepflückt, 500-1000g wohl direkt beim Pflücken gegessen. Ich liebe Erdbeeren. Deswegen waren die mit viel Selbstbeherrschung meinerseits auch „erst“ Samstag leer. Von letzter Woche hatte ich noch 3 von 6kg Wassermelone übrig und 1kg Heidelbeeren. Es war also ein sehr obstiges Wochenende. Aber was gibt es bei warmem Wetter auch Besseres als erfrischendes Obst? Da fällt mir eigentlich nur Eis ein :D
 
Donnerstag sind Arbeitskollegen von F. abends zum Grillen gekommen. Für mich gibt es eine relativ klare Trennung zwischen Arbeitsleben und Privatem (wenngleich die Trennung manchmal auch verschwimmt, denn wir waren ja auch schon mit zwei Arbeitskollegen von mir frühstücken), weswegen ich das nicht so ganz nachvollziehen kann, zumal sie die Auszubildende auch eingeladen haben. Ich verstehe, dass man mit einzelnen Arbeitskollegen gut zurecht kommt, das ist bei mir ja auch so. Und ich könnte mir sogar vorstellen, mit denen mal was zu unternehmen. Aber ich würde halt nicht meine ganze Abteilung einladen, wie er es gemacht hat. Ist letztlich sein Bier, aber das Problem, das ich darin sehe, dass er auch nach der Arbeit ständig mit denen schreibt etc., ist, dass er niemals komplett abschalten kann und aus dem Arbeitsmodus rauskommt, wenn er das so handhabt. Und das tut weder ihm noch unserer Beziehung gut. Wenn das wieder ausartet (was letztes Jahr schon einmal der Fall war), werden wir uns wohl wieder einmal darüber unterhalten müssen. Wirklich nervig fand ich, dass die halt auch nur den ganzen Abend nur über die Arbeit geredet haben. Und das ist eben auch das Problem, was ich darin sehe, wenn man privat mit Arbeitskollegen verkehrt. Es ist schwer, umzuschalten auf Privat-Modus und über eigene Interessen etc. zu sprechen. Bzw. ihnen war das unmöglich. Es ging wirklich nur um Arbeit, die Personen dort, wer jetzt gerade besonders nervig ist und so weiter. Noch dazu sind die wirklich lange geblieben. Um 11 Uhr habe ich es irgendwann nicht mehr ausgehalten und habe mich ein wenig mit der Katze drinnen aufs Sofa gelegt. Doch da kam F. dann nach einer Weile hinterher und hat mich wieder rausgeholt. Generell sind seine Arbeitskollegen, wie ich sie empfunden habe, okay. Außer die Auszubildende, die meiner Meinung nach ein Püppchen ist, die sehr viel Aufmerksamkeit braucht und wirklich zickig ist, wenn mal nicht alle nach ihrer Pfeife tanzen. Außerdem denke ich, dass sie eine Essstörung hat, denn keiner, der natürlicherweise derart dünn ist, beschäftigt sich so intensiv mit Ernährung. Auch ihre „Glutenunverträglichkeit“, die sie aber seltsamerweise nicht daran hindert, normales Brot usw. zu essen, halte ich für eine Ausrede, manche Sachen nicht essen zu müssen. Auch wenn ich mittlerweile gut mit dem Essen und manchmal auch meinem Körper zurechtkomme, essgestörte Menschen triggern mich nach wie vor ungemein und selbst wenn sie insgesamt ein angenehmer Mensch gewesen wäre (was sie nicht ist), wäre sie mir allein deswegen schon nicht sympathisch gewesen. Da sind das Konkurrenzdenken und das Vergleichen von der Essstörung einfach noch viel zu präsent. Und ja, ich habe weniger gegessen als sie, aber das war eher dem Umstand geschuldet, dass ich mich in der Gegenwart mir unbekannter Leute sehr unwohl fühle und deswegen nicht so gut essen kann.
Das war ein wirklich anstrengender Abend für mich. Ich habe vorher gesagt, dass ich für die Zeit auch einfach verschwinden kann, zu meinem Schulfreund oder whatever, aber das wollte F. nicht. Für mich wäre das aber die angenehmere Variante gewesen.
Am Freitag hatte ein Freund von mir Brückentag, seine Freundin nicht, weswegen er zu mir gekommen ist, um mit mir gemeinsam Star Trek zu schauen. Das fand mittags statt, weil er wieder Zuhause sein wollte, wenn seine Freundin wiederkommt. Er ist ein wenig versessen auf seine Freundin. Ich schätze sie so ein, dass es ihr vollkommen egal gewesen wäre, wenn er das anders gehandhabt hätte. F. war derweil angeln an einem Teich vom Angelverein, bis es ein saftiges Gewitter gab. Es war eigentlich ganz cool, mal mit dem Kumpel allein zu sitzen und sich zu unterhalten. Während des Gewitters schrieb seine Freundin, die Landschaftsgärtnerin ist, dann aber, dass sie wegen des Regens jetzt Feierabend hätte. Ab dem Punkt wurde er unruhig und man merkte, dass er eigentlich gern sofort losfahren würde. Statt zwei geplanten Filmen (Star Trek und Deadpool)  haben wir dann halt nur Star Trek geschaut und danach ist er wieder abgehauen. Ich habe ein wenig die Sorge, dass er seine Freundin auf kurz oder lang damit verscheucht, dass er sehr klammert, eifersüchtig ist und ganz dezent versucht, sie optisch und von den Interessen her zu einer Kopie von mir (???) zu machen. Schwierig.
Najaaa. Das Wochenende war trotzdem schön und erholsam, weil F. sich meine Worte letztens tatsächlich zu Herzen genommen hat und wir Sonntag einfach mal nichts gemacht haben.
Gestern stand ich dann nichtsahnend morgens in der Küche, als F. ankam und sagte: „Alles Gute zum Jahrestag!“. Zum Glück hat er mir nichts geschenkt. Ich habe es wirklich komplett verpeilt. Dabei habe ich ihm nach der Hochzeit noch gesagt, dass wir doch lieber den Jahrestag feiern sollten, weil der mir viel wichtiger ist. So viel dazu. Ich habe versucht, ein Pokerface zu bewahren, bin mir aber unsicher, ob mir das gelungen ist :‘D Zu meiner Entschuldigung: Ich hatte am Tag zuvor einen nicht wirklich beruhigenden Frauenarzttermin, den ich erst noch verarbeiten muss. Wenn Ärzte sagen, dass man sich erstmal keine Sorgen machen muss, führt das leider zu einem nicht minder schlimmen Kopfkino. Vielleicht schreibe ich irgendwann mal darüber, vielleicht auch nicht. Vielleicht mache ich das auch an den Blutergebnissen fest, die ich aber erst zwei Wochen nach der Blutabnahme (die am 25.06. ist) bekomme.

1 Kommentar:

  1. Das klingt doch nach einem schoenen Wochenende! Ich liebe auch ganz viel Obst bei dem Wetter. Ja, nur der Abend mit den Kollegen klingt wirklich anstrengend. Ich finde es auch super nervig, wenn Kollegen kein anderes Thema als die Arbeit haben, obwohl sie privat unterwegs sind. Vor allem Dir gegenueber finde ich das auch etwas unhoeflich, es gibt ja auch noch andere Themen. Ich mache auch gelegentlich was mit meinen Arbeitskollegen (also auch mal dem ganzen Team), allerdings reden wir dann nur selten ueber den Job und es ist eher freundschaftlich.

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