Dienstag, 13. März 2018

Dies, das und Kröten.


Wie es eben so kommen musste, habe ich letzte Woche vollkommen vergessen, dass ich doch einen Glückskalender führen wollte. Das liegt vor allem daran, dass ich das Büchlein, in dem ich das notiere, ins Regal gestellt und da vergessen habe. Ich hoffe, dass ich das diese Woche konsequent mache, denn ich merke, dass es mich aufmerksamer für die kleinen Momente macht.

Da ich gestern meine letzten „Japanischen Bratfilets“ von Taifun zu einer sehr leckeren Curry-Gemüsepfanne mit Reis verarbeitet habe, werde ich bald wieder einmal eine alles-vegetarisch-Bestellung lostreten müssen, da ich die im Umkreis von 30-40km nicht bekomme. In dem Atemzug werde ich auch wieder ein paar Snacks für unterwegs (abgepackte Kekse usw.) mitbestellen. Es kann niemals schaden, so etwas zu haben, auch im Hinblick auf die Menorca-Reise im Juni. Dabei kann ich dann auch meine neue Lieblingsschokolade mitbestellen. Sooooo gut.

Das komplette Wochenende habe ich eigentlich damit verbracht, Sträucher zu schneiden. Als Resultat habe ich unglaublichen Muskelkater in den Armen, aber eine fast vollständig geschnittene Hecke ums Grundstück. Es tat gut, sich körperlich mal wieder komplett zu verausgaben und dann auch noch ein Ergebnis zu sehen. Weil das Wetter so gut war, haben wir in dem Kinderzimmer immer noch kein Laminat verlegt. Das kommt dann bei Regentagen, derer es mit Sicherheit noch genug geben wird. Kommendes Wochenende werden die drei Tannen gefällt, die unser Grundstück unglaublich dunkel machen. Am Wochenende danach müssen wir dann die ganzen Äste und Zweige zum Osterfeuer bringen. Ein Nachbar von uns hat angeboten, dass er mit dem Trecker fährt, was uns einige Fahrten sparen wird. Trotzdem sind jetzt schon wieder die nächsten beiden Wochenenden verplant. Ich hatte mich darauf gefreut, wieder etwas im Garten machen zu können, aber in dem Ausmaß wollte ich es dann irgendwie doch nicht. Ich benötige ja auch immer mal wieder Tage zur Regeneration zwischendurch.

Immerhin kommt der Frühling. Man merkt, dass die Natur loslegen will. Samstag waren viele Bienen unterwegs, und gestern habe ich die erste wandernde Kröte gesehen. Leider kamen auf eine lebendige zwei totgefahrene. In einem Nachbarort von uns haben irgendwelche Idioten die Krötenzäune zerstört. Natürlich interessiert sich nicht jeder für Naturschutz, aber ich habe absolut kein Verständnis dafür, wenn man so etwas tut. Vor allem, wenn man sieht, wie viele Kröten trotz der Zäune noch totgefahren werden. Kröten haben schon in meiner Kindheit eine große Faszination auf mich ausgeübt. Wir hatten einen Teich, zu dem sie immer kamen. Von dort aus sind sie in ein Rohr gefallen, das für überhöhten Wasserstand gedacht war. Über eine Zwischenkammer haben sie es, wenn sie Glück hatten, herausgeschafft, sind dann aber in das nächste Rohr, was wieder in Richtung Teich führte, aber vor einer Betonmauer endete, sodass sie dort nicht hochkamen. Wir sind immer in das Rohr geklettert und haben jeden Tag die Kröten dort herausgesammelt. Natürlich haben wir auch allerhand Schindluder mit ihnen getrieben. Wenn man brünftige Kröten im Wasser sieht, muss man nur zwei Finger hineinhalten und ein wenig wackeln, schon kommen sie an und krallen sich fest, weil sie einen für ein Weibchen halten. Von selbst lassen sie auch nicht los. Wir haben schon einiges an Strecke mit Kröten an der Hand hinter uns gebracht (auf dem Rad), um sie Zuhause zu fotografieren und sie anschließend wieder wegzubringen. Heute würde ich sie dann wohl doch vor Ort lassen. Dem Mythos, dass Kröten giftig sind, sind wir auf den Grund gegangen, indem wir an ihnen geleckt und überlebt haben :‘D Punktum: Ich mag Kröten. Wenn man sie von nahem betrachtet, sind sie gar nicht hässlich, sondern sehr faszinierend. Ich verstehe es nicht, wie man ihnen absichtlich schaden wollen sollte. Das geht nur, wenn man ein schlechter Mensch ist.
 

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