Dienstag, 17. Oktober 2017

Meine veganen Basics - Teil II


Obst und Gemüse

Und nun der Bestandteil, der einen Großteil der gesunden Ernährung ausmachen sollte, unabhängig davon, ob man omnivor, vegetarisch, vegan oder was auch immer lebt: Obst und Grünzeug.

Ein Obst haben wir immer da, weil ich es einfach liebe und vermutlich Panikattacken bekommen würde, wenn mein Vorrat leer wäre: Bananen. Perfekt als Snack, Hauptgang, Dessert, vor dem Fernseher, mit Erdnussbutter, pur, als Milchshake, als Smoothie, immer und in jeder Form. F. macht sich immer darüber lustig, dass wir im Keller einen mittelgroßen Berg Bananen liegen haben. Allerdings muss man dabei auch berücksichtigen: Ich esse jeden Tag 1-3 Bananen, F. nimmt ebenfalls jeden Tag eine Banane mit zur Arbeit. Wir gehen 1-2 mal in der Woche einkaufen. Schlimmstenfalls benötigen wir in einer Woche also bis zu 26 Bananen (ach du meine Güte, das klingt irgendwie schlimm, wenn man es in Zahlen sieht :D). Natürlich also liegt ein kleiner Berg Bananen in unserem Keller. Und das ist auch gut so, denn Bananen sind ein tolles Lebensmittel mit massig gutem Inhalt.

Was wir sonst noch da haben, schwankt saisonal. Im Sommer haben wir fast immer Wassermelone, Nektarinen und Pfirsiche da, im Winter Äpfel, Orangen und Clementinen. Und dann gibt es drumherum immer noch Obst, das wir oft da haben, aber eben nicht immer: Weintrauben, Mangos (ooooh, ich liebe Mangos), Kiwis…was mir gerade so in die Finger fällt oder im Angebot ist. Ich liebe es, wenn mein Kühlschrank/Keller voll von bunter Vielfalt ist.

Bei Gemüse sind wir eigentlich recht langweilig: Wir haben immer Tomaten, Gurken, Möhren und Paprika da. Alles andere variiert ebenfalls saisonal. Im Spätsommer habe ich eigentlich ständig Zucchini da, im Herbst oftmals Kürbis oder Weißkohl (mit Sojaschnetzeln in der Pfanne zu Schmorkohl gebraten ). Champignons esse ich äußerst gern, habe ich aufgrund der schnellen Verderblichkeit aber nur da, wenn ich dann auch direkt eine Pilzpfanne mit einem Haufen Zwiebeln und Knobi daraus mache (sorry, F. Nein, ich lüge. Ich bereue gar nichts! :D).

Wenn ich daran denke, sie beim Einkauf einzupacken, habe ich auch äußerst gern Avocados da, die ich manchmal für Salate verwende, meistens aber direkt aufs Brot matsche. Meine Avocadoliebe ist erst letztes Jahr durch einen Besuch auf dem Blumenmarkt Groningen entflammt, bei dem ich 5 Avocados für 1€ (!!!) bekommen habe. Einmal angesuchtet, bin ich nie wieder von den Dingern losgekommen. Muss ich ja aber auch gar nicht, weil sie zwar eine Kalorienbombe sind, aber gesunde Fette enthalten. Außerdem isst man ja nicht zwei Avocados am Stück (auch, wenn man könnte und wollte :D).

Bei Obst und Gemüse gilt bei mir: So toll ein zum Bersten gefüllter bunter Kühlschrank aussieht, ich kaufen nur, was ich auch wirklich verwerten kann. Ich hasse es, Lebensmittel wegzuschmeißen. Tatsächlich habe ich das mittlerweile so gut im Gefühl, dass ich schon lange nichts mehr wegwerfen musste. Der einzige Verlust war eine angedetschte Stelle an einer Tomate, die ich aber wegschneiden konnte.

Stets vorhanden, falls man das zu Gemüse einordnen kann, sind Zwiebeln und frischer Knoblauch. Das kommt eigentlich in jede Gemüsepfanne von mir mit rein, weil es einen tollen Geschmack gibt. Tatsächlich ist Knoblauch aber auch sehr gesund und schon lange als Heilpflanze bekannt. Übrigens, kleiner Tipp gegen Zwiebel- und Knoblauchfinger: Die Finger einfach unter fließendem Wasser an der Edelstahlspüle oder dem Edelstahlwasserhahn reiben. Der Geruch ist sofort komplett weg! Ich hielt es für Schwachsinn, bis ich es getestet habe, aber es klappt tatsächlich!

 

Gewürze

Würzen ist das A und O, vor allem dann, wenn man strenge Gegner des Vegetariertums davon überzeugen möchte, dass Essen auch ohne Fleisch schmecken kann (und ja, das ist mir schon gelungen – zum Beispiel mit einem Chili sin Carne, bei dem keiner einen Unterschied geschmeckt hat). Ich bin ein Freund der großen Gewürzpalette. Ich habe neben Salz und Pfeffer viele getrocknete Kräuter und sehe zu, dass immer von allem alles da ist. Auch frische, tiefgefrorene Kräuter, entweder gekauft oder aus dem Garten geerntet und kleingeschnippelt, sind für mich ein Musthave, das immer da ist. Gern arbeite ich mit Paprikapulver oder Curry (meist gemischt mit dem laschen im english style). Aber natürlich habe ich auch ein paar vegane „Trendgewürze“, an denen ich nicht vorbeigehen konnte.

Da ist zunächst mal Rauchsalz, das kennt ja fast jeder. Das schmeckt sehr lecker als Würzmittel von Tofu und macht sich auch in Gerichten mit Sojahack sehr gut.

Neu für mich entdeckt habe ich geräuchertes Paprikapulver, das einen Geruch aufweist, den ich mit Paprikachips verbinde. Schmeckt sehr toll in Gemüsepfannen und aufgrund des Raucharomas gut in allem, wo man auch Rauchsalz verwenden kann. Bei Rauchsalz und geräuchertem Paprikapulver gilt es aber, sich ganz vorsichtig an die richtige Dosis heranzutasten, weil der Rauchgeschmack doch sehr präsent ist und man sich sonst leicht ein Gericht verschwändelt.

Kurkuma (Gelbwurz) ist ein Bestandteil von der Gewürzmischung, die wir als Curry bezeichnen. Den Trend der Goldenen Milch habe ich bisher noch nicht ausprobiert, allerdings lässt sich das Pulver auch zum normalen Würzen benutzen. Kurkuma zählt ebenfalls als Heilpflanze.

 An mir selbst merke ich, dass Gerichte, die ich mit Kurkuma würze, mir leichter im Magen liegen als welche ohne. Ich kann also zustimmen, dass Kurkuma die Verdauung positiv beeinflusst. Und mal abgesehen von der heilenden Wirkung: Dieses Pulver gibt einfach jedem Essen eine ziemlich coole Farbe :D
 
 
Hefeflocken sind gesund und können als Geschmacksverstärker, ähnlich wie Fondor eingesetzt werden. Sie haben allerdings einen prägnanten Eigengeschmack, den man mögen muss. Viele Veganer stellen daraus Hefeschmelz als Käseersatz zum Überbacken her, allerdings habe ich sie bisher nur zum Würzen verwendet.


Ich wusste nicht genau, wo ich es einordnen soll, aber Tahini (Sesammus) ist ein weiterer treuer Bestandteil meiner Küche. Ich gebe gern etwas davon in meine Gemüsepfannen oder nutze es als Soße für Falafel. Außerdem benötige ich es zur Herstellung von meinem Hummus. Das Tahini bekomme ich ebenfalls aus dem Türkischen Supermarkt, wo es wirklich unschlagbar günstig ist und wo ich es in diversesten Portionsgrößen bis 1kg erhalten kann.

Und zu guter Letzt: Kala Namak, das „schwarze Salz“, das nach Ei schmeckt. Es ist superklasse für Rührtofu, schmeckt aber auch sehr lecker auf Avocado. Auch hier gilt es, sich vorsichtig an die Mengen heranzutasten. Aufgrund seiner Schwefelverbindungen riechen die Lebensmittel übrigens erst einmal gar nicht so lecker, wenn man es verwendet, denn sobald es feucht wird, riecht es doch spektakulär nach Pups :D Aber davon darf man sich nicht abschrecken lassen und muss es einfach ignorieren. Mit der Verarbeitung des Lebensmittels verfliegt der Geruch und es bleibt der typische Eigeschmack.

 



 

 

 
 

 
 

 

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