Dienstag, 17. Oktober 2017

Meine veganen Basics - Teil I


Ich stelle hier jetzt mal ein paar Basics vor, die in meiner Küche nie fehlen dürfen und das sofort nachgekauft wird, wenn es droht leer zu werden. Das kann natürlich bei jedem anders aussehen. Mittlerweile sieht man, dass ich versuche, weniger Ersatzprodukte zu konsumieren. Vor knapp über einem Jahr sah das Ganze anders aus. Ich habe viele Ersatzprodukte probiert und hatte dementsprechend auch einiges davon im Kühlschrank stehen. Jetzt habe ich meinen Trott gefunden und weiß, was ich benötige und immer da haben möchte.

Stärkebeilagen.

Ich habe eine etwas größere Auswahl davon herumstehen, als es fürs eigentliche Kochen notwendig wäre. Der Grund dafür ist, dass ich auf der Arbeit mittags meist einen Salat esse und als Sättigungsgrundlage dafür Couscous, Bulgur, Hirse, Quinoa oder rote Linsen nutze. Die sind allesamt gute Lieferanten von Eiweiß und im Falle von Hirse, Linsen und Quinoa auch Eisen. Bohnen und Kichererbsen kaufe ich meist in Dosen, oder, sofern das möglich ist, in Gläsern, um das Müllaufkommen einzudämmen. Diese bekommt man ganz toll und zu günstigen Preisen im Türkischen Supermarkt.

Wie in jedem Haushalt haben wir fürs Kochen natürlich auch immer Nudeln da. Da F. Vollkornprodukte generell eher ablehnt, wechsele ich hier zwischen Weißmehl- und Vollkornnudeln oder mische sie. Auch Reis ist stets vorhanden, aus naheliegenden Gründen: Einfach schnell mit Gemüse in die Pfanne  geferkelt erhält man ein gut bekömmliches und schnelles Gericht. Eine außerdem tolle Sache für schnelle Küche, die vermutlich auch jeder da hat, sind Fertigknödelbeutel, die man nur in kochendem Wasser quellen lassen muss.

Außerdem sind F. und ich sehr große Kartoffelfans. Wir haben also immer ein Netz Kartoffeln im Keller, das vielseitig verwendet wird: Kartoffelspalten aus dem Ofen, Ofenkartoffeln, gekochte Kartoffeln mit Soße, Pellkartoffeln, Kartoffelstampf, Puffer – Kartoffeln lassen sich einfach super vielseitig einsetzen und dürfen bei uns nie fehlen.

Tiefkühlkost.

Wenn es nach mir ginge, würde unser Gefrierschrank fast ausschließlich vor Gemüse bersten, allerdings kann F. nicht ruhig schlafen, wenn keine Pommes darin sind :D Für mich wichtig ist es, immer TK-Gemüse dazuhaben. Ich habe Gemüsemischungen, damit F. etwas mitisst, aber auch Monobeutel Brokkoli, Bohnen und Blumenkohl. Da wir auf dem platten Land wohnen und nur 1-2 mal die Woche einkaufen gehen, ist das meine Möglichkeit, Gemüse stets frisch vorrätig zu haben.

Außerdem habe ich immer diverses gefrorenes Obst für Smoothies, sodass ich auch saisonunabhängig variieren kann. Meistens habe ich Heidelbeere, Himbeeren und Erdbeeren da, gern auch Mango, aber die ist immer sofort leer, wenn ich sie gerade erst gekauft habe, weswegen sie meistens eben nicht verfügbar ist. Keine Ahnung, wer die immer sofort zu einem Mango-Lassi verarbeitet *pfeif*

Sehr toll finde ich auch tiefgefrorene Falafel, die ich ebenfalls günstig im 1kg-Pack vom türkischen Supermarkt bekomme. Wenn es schnell gehen muss und ich keine selbst machen kann, kann man die schnell in die Pfanne schleudern, ein Haufen Gemüse dazu, fertig.

Tatsächlich habe ich äußerst selten Fertigpizza da, allerdings sind die beiden veganen Pizzasorten vom Lidl auch praktisch, wenn man mal auf dem Sprung ist. Ich mag beide gern, bevorzuge aber Buscetta, weil diese einfach besser gewürzt ist.

Fette, Öle.

Seit ich es habe, möchte ich es nicht mehr missen: Mein Leinöl von biozentrale. Es hat einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren, den man als Veganer gern ins Rennen bringen kann, wenn mal wieder um Fisch diskutiert wird. Da Leinöl einen doch prägnanten Eigengeschmack hat, muss man es wohl einfach mögen und sonst in äußerst kleinen Mengen anwenden. Zum Glück gefällt mir der Geschmack, sodass ich oftmals einfach einen kleinen Schuss davon über meinen Salat gebe. Ich liebe die einzigartige goldgelbe Farbe von dem Öl. Leinöl ist übrigens keine „Erfindung“ von hippen Veganern: Auch meine Oma kennt es als wertvolle leckere Beigabe zu Pellkartoffeln mit Quark.

Außerdem habe ich immer noch einen Rest Erdnussöl da, das ich gern zum Anbraten von meinen Gemüsepfannen nutze. Da F. es nicht mag, weil es einen starken Eigengeschmack hat, kann ich es nicht nutzen, wenn er aus der Pfanne mitessen soll :D

Für F.s Pfannengerichte haben wir also auch immer ganz einfaches Rapsöl da.

Und nun – schwieriges Thema – vegane Butter/Margarine. Ich bin generell kein Fan von gehärteten pflanzlichen Fetten. Allerdings geht mein Kuchen mit Öl statt Margarine einfach nicht so schön auf, sodass ich zum Backen immer Margarine da habe. Ich nehme dafür Sonnenblumenmargarine. Es ist gar nicht so einfach, Margarine ohne Milchbestandteile zu finden, ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass fast alle Sonnenblumenmargarinen ohne Milchbestandteile sind. Kritisch ist dann nur noch die Herkunft des zugesetzten Vitamin D, das tierischen Ursprungs sein kann. Die gut&günstig Sonnenblumenmargarine von Edeka/Marktkauf/WEZ ist zum Beispiel aber explizit als vegan gekennzeichnet, sodass das Vitamin D hier unkritisch ist. Man bekommt vegane Margarine also nicht nur zu horrenden Preisen von Marken, die explizit damit werben – 65 Cent finde ich mehr als in Ordnung, vor allem wenn die Margarine „nur“ in einen Kuchen soll, ohne ihn direkt zu vergolden. Sehr gern mag ich Alsan Pflanzenmargarine, allerdings kaufe ich die nur im Angebot und nutze sie dann für unsere Wochenendfrühstücke. Ich selbst bin dazu übergegangen, meist keine Margarine mehr zu verwenden, mir reichen pflanzliche Aufstriche ohne „Untergrund“ meist vollkommen aus. Die Ausnahme: Frisches, duftiges, am besten noch warmes Weißbrot! Davon esse ich dann die Scheiben immer halb pur und halb mit Margarine bestrichen. Das habe ich als Kind schon so gemacht und liebe es immer noch. Das zählt aber nur, wenn das Brot gaaaaanz frisch ist.

Unbedingt nachkaufen muss ich bald Olivenöl, das ich ebenfalls gern für Salate nutze.

1 Kommentar:

  1. Danke fuer die tollen Beitraege! Ich nehme auf jeden Fall einiges an Inspiration mit :). Ich habe auch immer gerne TK Obst da, bin auch ein riesen Fan von gefrorener Mango fuer smoothies, die von Rewe ist echt gut. Gefrorenes Gemuese mag ich irgendwie nicht so gerne. Da muss es bei mir immer Frisch sein, aber da direkt vor der Tuer ein tuerkischer Gemuesehaendler ist, ist das auch kein Problem, wenn man auf dem platen Land wohnt ist das natuerlich was anderes. Leinoel nehme ich auch immer als Salat Dressing oder fuer meinen Magerquark, es schmeckt mir echt gut und ich habe gelesen dass es auch bei Migraene helfen soll, worunter ich leide. Ich hab mir das auch abgewoehnt Margarine oder Butter unter dem Aufstrich zu benutzen, wenn es ein herzhafter Aufstrich ist, nehme ich lieber Tomaten oder Gurkenscheiben dazu, damit es saftiger schmeckt. Aber wie du sagst, bei richtig guten und frischen Backwaren ist das eh auch nicht unbedingt noetig, die schmecken auch pur. Ach je, dann wuensche ich Euch mal gute Besserung!

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