Mittwoch, 6. September 2017

Fahnenflucht.


Nachdem der nette Teil unserer Geschäftsleitung vom letzten verbliebenen Teil der Geschäftsleitung nach einigen Differenzen vorgestern zum Produktionsleiter degradiert wurde und es nun keinen Puffer mehr zwischen dem „bösen“ Teil der Geschäftsleitung und uns gibt, habe ich beschlossen, dass es Zeit wird, mich umzuschauen. Denn das, was in dieser Firma passiert, wenn er der Alleinherrscher ist, will ich nicht am eigenen Leib erfahren. Er hatte andere Ziele für die Firma als der Teil der Geschäftsleitung, der nun degradiert wurde, bis er sich letztlich wegbewerben wird, und der ehemalige Produktionsleiter, der vorigen Monat gegangen wurde. Die beide realistische Ziele vertreten haben, weil sie die technische Seite des Ganzen  vor Augen hatten. Er hingegen ist der BWLer, dem es egal ist, wie die Kapazitäten der Konstruktion und Fertigung aussehen. Ich finde die Entwicklungen in dieser Firma ziemlich gruselig und möchte gehen, bevor es zu unangenehm wird oder die nächsten „Personalentscheidungen“ getroffen werden. Ganz toll ist auch, dass es der normalen Belegschaft bisher nicht offiziell mitgeteilt wurde, ich habe das von einem der Produktmanager, der zu dem Kreis auserwählter wichtiger Menschen gehörte, dem es verkündet wurde.
Ich hatte eigentlich vor, dieses Unternehmen erst nach der ersten, optimalerweise nach der zweiten Elternzeit zu verlassen, aber ich glaube mittlerweile, dass das zu spät ist. Ich werde mich jetzt in aller Ruhe umschauen und immer, wenn es etwas Interessantes gibt, bewerbe ich mich darauf. Es ist wirklich schade um die netten Kollegen, aber es muss sein. Ich habe Angst vor dem, was in Zukunft hier kommt und habe keine Lust, in diesem Arbeitsklima alt zu werden.
Das fällt mir als Gewohnheitstier wirklich nicht leicht. Aber letztlich ist es wohl der einzige Weg.

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