Mittwoch, 13. September 2017

Bundestagswahl 2017


Gestern sind unsere Briefwahlunterlagen gekommen, weil wir am Wahlwochenende ja auf Baltrum sind. Und da war etwas drauf, was mein Herz ein wenig erwärmt hat: Die V-Partei, die Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer.
Als ich das erste Mal wählen durfte (ich weiß gar nicht mehr, welche Wahl es war),  war der Wahlzettel mindestens 2 DINA4-Seiten lang. Unter anderem stand dort die Tierschutzpartei drauf und auch Parteien, von denen ich noch niemals etwas gehört hatte: Die Grauen Panther, Die Violetten, Die Regenbogenpartei (und ich musste jetzt tatsächlich lieber nochmal nachschauen, ob Letztere nicht meiner Phantasie entschlüpft ist :D).
Ich bin ehrlich: Ich habe ein Herz für kleine Parteien. Und ich denke nicht, dass man seine Stimme verschwendet, wenn man Parteien wählt, die wahrscheinlich niemals groß werden. Denn ganz ehrlich – wie soll es denn auch jemals einen Umschwung geben, wenn alle so denken würden? Wenn immer die großen, also insbesondere CDU und SPD, an der Macht bleiben, wird sich nichts ändern. Denn sie sind zwar im ewigen Streit, letztlich machen sie aber doch alle dasselbe. Möglicherweise bleibt das genauso, wenn eine der unbedeutenden Parteien an Macht gewinnt – vielleicht aber eben auch nicht. Von der AfD kann man zum Beispiel halten, was man will (wie ich – nichts!), aber die würden aktiv werden, ließe man sie.
Politik ist immer ein schwieriges Feld, und es gibt dort so viel Zündstoff, dass man am besten gar keine Diskussionen darüber anfängt. Aber eines ist klar: Geht wählen! Wer wählen geht, kann wenigstens später sagen, die Deppen da oben, die habe ich nicht gewählt. Geht wählen, denn radikale Leute werden das auch machen! Und wenn ihr nur die Standardparteien wählt ist das immer noch besser, als wenn irgendein tiefrechter Rotz mehr Macht bekommt, nur weil ein paar Leute sonntags zu faul waren, ihre Couch zu verlassen. Es gibt viele Menschen, die gern wählen würden, es aber nicht dürfen – und viele, von denen ich sagen würde, sie sollten es nicht dürfen, und dennoch tun sie es. Das ist aber ein anderes Thema. Die Wahlbeteiligung lässt häufig mehr als zu wünschen übrig. Jede Stimme zählt.
 

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