Montag, 28. August 2017

Walter Moers: Rumo und die Wunder im Dunkeln


Heute soll es um eine meiner größten Leidenschaften gehen: Bücher.

Es gibt Bücher, die man besonders liebt. Aufgrund des Inhaltes, aufgrund der besonders schönen Aufmachung, oder direkt beides zusammen.

Eines meiner allerliebsten Bücher seit Jugendlichenalter ist „Rumo und die Wunder im Dunkeln“ von Walter Moers. Dieses Buch mag ich so sehr, weil ich es erstens von meiner Oma geschenkt bekommen habe, es zweitens toll geschrieben ist (was natürlich subjektiv ist) und drittens wunderschön aussieht.

Wie bei allen Büchern von Walter Moers ist es voll mit liebevoll ausgeführten Illustrationen, die er meines Wissens nach selbst zeichnet.

Walter Moers, bzw. sein Werk, kennt übrigens jeder: Er hat Käpt’n Blaubär erfunden. „Rumo und die Wunder im Dunkeln“ ist der dritte Roman von Walter Moers aus seiner Zamonien-Reihe, von dem gerade noch ein vierter („Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr“ erschienen ist.

Das Buch handelt von Rumo, einem Wolpertinger, der bereits in „Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär“ in einer Nebenrolle auftauchte. Rumo geht auf die Suche nach seiner wahren Liebe, die er als „silbernen Faden“ mit dem Geruchssinn wahrnehmen kann. Als er sie findet, zieht er erneut los, um ihr aus dem Holz der Nurnenwaldeiche eine Schatulle als Geschenk zu schnitzen. Da verschwinden plötzlich alle Wolpertinger aus Wolperting. Zurück bleibt nur ein großes schwarzes Loch. Rumo folgt seiner Auserwählten erneut anhand des Silbernen Fadens und gelangt in die Unterwelt. Dort findet er heraus, dass Wolperting errichtet wurde, um als Falle zu dienen und von dort Zwangs-Gladiatoren zu entführen.

Das nur in Kurzform. Um den gesamten Inhalt des Buches in Worte zu fassen, bedürfte es sehr viel Text, aber dann möchte ja auch keiner mehr das Buch lesen :D

Toll an dem Buch finde ich, dass Walter Moers sich vieler Sagen und Sagenfiguren bedient. So allein die Wolpertinger, aber auch die Unterwelt erinnert stark an Orpheus und Eurydice. Gleichzeitig wird sich auch der germanischen Sagenwelt bedient. Es gibt eine Nurnenwaldeiche Yggdra Sil, die eindeutig angelehnt ist an die Weltenesche Yggdrasil. Wer Sagen und mystische Figuren mag, wird Rumo lieben.

Als Kind (um 11 Jahre herum) war es neben den Harry Potter- Büchern das erste richtig dicke Buch, das ich verschlungen habe und welches mir die Scheu vor „zu dicken“ Büchern genommen hat. Es liest sich locker-flockig. Als Kind habe ich natürlich viele Parallelen zur Sagenwelt nicht verstanden, aber das ist für die Handlung auch vollkommen egal. Ein Latinum später versteht man natürlich ein paar Andeutungen mehr.

Die Aufmachung des Buches finde ich wunderschön. Die Seiten sind von oben rot gefärbt, sodass ein edler Eindruck entsteht. Außerdem gibt es ein Lesebändchen. Das Ganze wird abgerundet durch die zahlreichen Illustrationen.

Eines meiner Lieblingsbücher, an das nur wenige Bücher heranreichen.


 

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