Montag, 21. August 2017

kindle? tolino? Die Qual der eReader-Wahl.


Ich habe mich nach langem Hin und Her entschieden, dass ich keinen neuen kindle kaufen werde, sondern einen tolino. Das hat den einfachen Grund, dass ich dabei mehr für mein Geld bekomme. Ich hätte gern einen kindle voyage gekauft, weil dieser eine page flip-Funktion hat. Das heißt, umblättern, ohne den Touchscreen nutzen zu müssen. Dafür hätte ich aber statt 120€ satte 190€ für das Gerät zahlen müssen, das sonst zusätzlich (außer der besseren Auflösung, die ich aber nicht benötige, weil mir die vom kindle paperwhite vollkommen ausreicht) nur den zusätzlichen Vorteil einer automatischen Beleuchtungsanpassung hat. Und das bekomme ich gerade noch so manuell hin. Nach einigem Suchen und Vergleich von Testberichten bin ich letztlich beim tolino vision 4 HD hängengeblieben. Dieser kann quasi dasselbe wie der kindle voyage, hat also die page flip-Funktion und die automatische Beleuchtungsanpassung, ist aber zusätzlich wasserdicht. Außerdem kostet er bei Hugendubel 158€. Er ist also 30 € günstiger als der Voyage und kann mehr. Ein weiterer Vorteil ist, dass der tolino das epub-Format unterstützt. Dieses ist das allgemein übliche ebook-Format. Der kindle lässt nur die amazon-Formate sowie pdfs zu. Das heißt, man ist auch gezwungen, bei amazon zu kaufen. Mit dem tolino kann ich nun bei Hugendubel, Thalia und Weltbild.de Bücher kaufen – wahrscheinlich noch auf weitaus mehr Plattformen, aber dies sind jene, die in Kooperation den tolino herausgebracht haben. Das finde ich deswegen super,  weil man sich dann von jedem Shop die tollsten Angebote heraussuchen kann. Heute soll mein neues Schätzchen ankommen und ich bin sehr gespannt!
Nach wie vor bin ich der Meinung, dass es nichts Besseres gibt als ein gutes Papierbuch in der Hand. Allein der Duft beim Öffnen ist unschlagbar. Dann das Rascheln des Papiers, wenn man umblättert – das werden nur Bücherfreunde verstehen. Außerdem kann man oftmals Papierbücher um einiges günstiger als ebooks kaufen, wenn man sie gebraucht kauft. Außerdem kann man Papierbücher verleihen – das klappt mit ebooks nicht, wenn man keine illegalen Wege beschreiten will.
Ebooks haben natürlich auch einige Vorteile. Da ich ein Vielleser bin, neigen meine Bücherregale dazu, bis zum Bersten gefüllt zu sein. Im Dezember habe ich eine große Aufräumaktion gestartet und der Bücherei eine ganze Kiste Bücher gespendet. Es tut mir aber jedes Mal in der Seele weh, Bücher auszusortieren. Seit ich meinen kindle hatte, hat sich der Zuwachs an Papierbüchern einigermaßen in Grenzen gehalten und ich habe vor allem die Bücher in Papierform gekauft, bei denen ich mir sicher war, dass sie gut sind und ich sie lieb haben werde. Denn es ist ziemlich nervig, ein Buch, durch das man sich irgendwie durchgequält hat, danach im Regal stehen zu haben, wo es verstaubt und Platz wegnimmt. Ein weiterer Pluspunkt ist das Gewicht. Ich bin dazu übergegangen, in den Urlaub 2-3 Papierbücher mitzunehmen und meinen kindle. Da ich sehr schnell lese, müsste ich sonst noch 3-4 Bücher mehr mitnehmen und das ist natürlich vom Platz als auch Gewicht her ein doch großer Faktor. Auch für unterwegs in jeglicher Hinsicht hat ein eReader klare Vorteile. Ein weiterer großer Punkt: Für eBooks muss kein Papier verwendet werden, wodurch Ressourcen (=Bäume) geschont werden.
Ich kenne viele Menschen, die fast komplett von Papierbüchern auf digitale Bücher umgestellt haben, was ich auch verstehe. Ich selbst könnte nicht auf Papierbücher verzichten. Vielleicht entwickeln sie irgendwann einen eReader, der Papierduft verströmt und beim Umblättern raschelt. Vorher kann ich mir leider keinen kompletten Umstieg vorstellen :D

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