Dienstag, 28. März 2017

Haus und Blutergebnisse


Das war es also, unser erstes Werkel-Wochenende im Haus. Wir haben viel geschafft. Zuerst haben wir den Anhänger von F.s Vater geliehen, um einige Dinge rüberzufahren. Am Freitag haben wir die erste Tour gefahren. Samstag haben wir gleich zwei Touren gefahren. Die Vermieterin war wie immer verblüfft, wie schwer ich schleppen kann: „Sie sind ja kräftig!“. Samstagnachmittag habe ich angefangen, das „Kaninchenzimmer“ zu streichen, also der Kellerraum, in dem die Kaninchen tagsüber wohnen sollen. Das klingt schlimmer, als es ist, denn er hat zwei Fenster und ist sehr hell. Außerdem können sie dort in einem Mini-Auslauf herumlaufen und haben so deutlich mehr Platz als im Käfig. Abends sollen sie aber hoch zu uns ins Wohnzimmer. F. hat derweil angefangen, den Flur oben zu streichen, in den die Schildkröten kommen sollen. Nachmittags kamen meine Eltern vorbei. Mein Vater hat geholfen, noch ein paar Sachen zu schleppen und meine Mutter hat das Haus begutachtet. Samstag wurde es dann mit einem erneuten Baumarktbesuch sehr spät und ich war froh, irgendwann ins Bett fallen zu können.
Am Sonntag sind wir morgens zeitig aufgestanden und mit einer Kofferraumladung voller Angelsachen zum Haus gefahren. F. hat den Flur oben zuende gestrichen und ich habe das „Kaninchenzimmer“ komplett geschrubbt, also die ganzen Fugen mit einer Wurzelbürste gesäubert und mit Chlor behandelt. Kackarbeit. Mittags kamen dann die Leute, die unsere alte Küche genommen haben. Sie sind zu sechst aufgeschlagen und haben es in einer guten Stunde geschafft, die Küche abzubauen, herunterzutragen und zu verladen. F. und ich haben derweil ein schnelles Mittagessen verdrückt und den Anhänger vollgeladen. Den haben wir dann am Haus abgeladen. F. hat dann angefangen, die Tapeten in der Küche herunterzuholen, ich habe den neuen Kaninchenkäfig mit Indoor-Auslauf aufgebaut und anschließend noch einen Apothekerschrank aufgebaut (ich werde schneller, statt 2,5h brauche ich nun nur noch weniger als 2h :D).
Montag sollte dann der Sanitärmann kommen. Wir sollten um 7 Uhr da sein, weil dann die Heizungen angeliefert werden sollten. Als wir ankamen, standen sie schon auf dem Hof. Da der Heizungsmonteur erst um 8 Uhr kam, hätten wir also ohne Probleme eine Stunde länger schlafen können! Unseren geschundenen Körpern hätte es gutgetan. Der Heizungsmann kam dann und stellte fest, dass sein Chef wohl nicht genau hingeschaut hatte: Die Heizungen sind nicht 1:1 austauschbar. Er musste noch Rohrverlängerungen etc. besorgen. Er verließ uns dann mit den Worten: „Ich bin dann jetzt kurz weg, die fehlenden Teile besorgen und noch kurz bei einem Kunden vorbei.“ „Kurz, das bedeutete 3 Stunden. 3 verdammte Stunden! Deswegen hat er gestern natürlich nicht alles geschafft und muss Donnerstag noch einmal wiederkommen. Noch ein Urlaubstag dafür, dass sein Chef schlecht geplant hat. Klasse. F. hat derweil die Küche weiter von der Tapete befreit und ich habe das PVC vom Fußboden gepult. Das war vollflächig verklebt und eine Heidenarbeit, es herunterzuziehen. Danach konnte ich kaum noch greifen, so anstrengend war es :D Ich habe dann die restlichen Tapeten bei der Küche entfernt, weil F. bei den Stadtwerken war. Anschließend ging es im Schlafzimmer weiter. Ich habe derweil noch einen Apothekerschrank zusammengebaut (Nummer 3 von 4) und einen geölt. Für mehr reichte das Öl nicht. Dann war der Tag auch schon um. Gefühlt haben wir an dem Wochenende nichts geschafft, aber wenn man so Revue passieren lässt, ist doch eine Menge passiert. Leider sieht es natürlich immer erst einmal so aus, als würde man alles nur in ein großes Chaos stürzen, weil Räume ohne Tapete deutlich schäbiger aussehen als mit der heruntergekommensten Tapete. Aber es wird ja auch alles wieder schön gemacht :)
Zwischendurch war ich gestern noch beim Arzt, Blut abnehmen. Mein Hb-Wert ist wieder im Keller und meine Eisenspeicher sind leer. Hatten wir ihn letztes Mal noch mit Eisentabletten auf 12,6 g/dl Blut bekommen, was an der unteren Grenze liegt (12,3 bis 15,x ist für Frauen wohl normal), bin ich jetzt wieder bei 11,2 g/dl Blut. Ab 12 g/dl Blut spricht man von Blutarmut. Herzlichen Glückwunsch. Ich darf also wieder Eisentabletten schlucken, die in enormen Dosen eingenommen den Hb-Wert etwas pushen, der Eisenspeicher bleibt aber wie immer leer. Irgendetwas stimmt da nicht und irgendwann sollte ich damit mal zu einem Spezialisten. Irgendwann.
Das Retro-Bad :D

Küche

Hoppelhausen


Schildkröten-Eierbecher für F.



 

Kommentare:

  1. Das klingt nach einem anstrengenden Wochenende. Ich mach mir Sorgen um dich. Bitte schieb das mit dem Eisenwert nicht weiter auf die lange Bank
    <3

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  2. Danke für deine lieben Worte. Da hast du recht. Allerdings muss das mit der Klinik noch warten, weil das Semester ja erst angefangen hat. <3

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