Montag, 13. Februar 2017

Beziehungsgewirr.


Obwohl das Wetter am Wochenende doch sehr dürftig war, war das Wochenende an sich ganz gelungen.

Am Samstag habe ich meine Bücherregale leer geräumt. Es sind satte sieben Umzugskartons voll mit Büchern dabei herausgekommen. Obwohl ich Ende letzten Jahres schon ausgemistet hatte und obwohl ich schon hier und da ein paar ganz dicke Bücher in Umzugskartons untergebracht hatte, die ansonsten mit leichtem Zeugs beladen wurden. Upsi. Ich mag Bücher halt. Und ich habe letztes Jahr schon massig Ebooks gekauft, um Platz zu sparen und die Umwelt zu schonen, obwohl ich lieber Papierbücher in der Hand halte. Bücherliebe ist nichts, wofür ich mich schämen muss, und deswegen trage ich diese sieben Kartons gern.

Danach sind wir in den Baumarkt gefahren und haben noch zwei Lampen gekauft. Danach wollte F. noch Age of Empires III kaufen, das er einen Tag zuvor im Angebot gesehen hatte. Wir fuhren also zum Marktkauf und – es war nicht mehr da. Also ging es weiter zum nächsten E-Center, wo er dann Glück hatte. Zurück Zuhause, wollte er das natürlich direkt installieren. Er öffnete die Packung, machte die erste CD raus, wollte die zweite CD rausnehmen – KRACK. Durchgebrochen. Der hat sich geärgert :D Jetzt muss er das Ganze noch einmal kaufen, weil er ausgerechnet die zweite Installations-CD zerbrochen hat. Wenn er Glück gehabt hätte, wäre es nur eine der Add-Ons gewesen, aber nein. Natürlich nicht.

Sonntag waren wir bei meinen Eltern zum Frühstücken. Ich mag ein ausgedehntes Frühstück mit ihnen, auch wenn ich im Gegensatz zu allen anderen Anwesenden nicht mehr esse, wenn es stattfindet. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal zwei Brötchen zum Frühstück gegessen habe. Aber ich kann es auch einfach nicht mehr. Nach einem Brötchen bin ich angenehm satt. Mittags gab es dann noch frittierte Kartoffelgitter. Wir haben viel geredet, auch wenn wir meistens über die Beziehung meiner Schwester philosophiert haben. Ich weiß noch genau, was ich mir anhören könnte, als ich recht schnell nach der Beziehung mit meinem Ex mit F. zusammengekommen bin. Der Kommentar meiner Schwester: Das ging aber schnell. Meine Schwester ist nun übergangslos auf ihren Kommilitonen übergegangen. Es ist nicht so, dass ich das schlimm finde. Es nervt mich nur, dass bei ihr mit anderen Maßstäben gerechnet wird. Meine Mutter steht hinter ihr, redet ihren nun Ex-Freund schlecht, obwohl er im Gegensatz zu meinem Ex wirklich kein schlechter Mensch ist. Sie wirft ihm vor, dass er sich nicht geändert habe. Aber ganz ehrlich, wenn er sich so hätte ändern müssen, dass diese Beziehung gepasst hätte, wäre er nicht mehr derselbe gewesen. Das ist nicht Sinn einer Beziehung. Diese Beziehung ist daran gescheitert, dass es einfach nicht gepasst hat und sie hat nur so lange Bestand gehabt, weil die beiden sehr aneinander vorbeigelebt haben (jeder hatte sein Zimmer, getrennte Betten etc.). Ihr Freund kann einem irgendwo auch wehtun, weil er eigentlich nur ein liebenswürdiger Trottel ist, der den Arsch nicht hochkriegt. Jetzt allerdings wird er ein wenig griffig und wirft ihr vor, ihn betrogen zu haben. Das finde ich bizarr, denn was ich im Gegensatz zu allen anderen weiß: Die beiden hatten eine offene Beziehung. Meine Eltern wussten das aber nicht und auch meine Schwester weiß nicht, dass ich es weiß. Ich weiß es von ihrem nun Ex-Freund, weil der mich nämlich ernsthaft zu einer Bettgeschichte überreden wollte, was ich schon sehr bizarr fand. Einem gemeinsamen Kumpel von uns (einer meiner Ex-Freunde, aber das wird jetzt zu kompliziert :D) hat sie aber ebenfalls erzählt, dass sie eine offene Beziehung führen. Also ist „Betrügen“ schon einmal das falsche Wort. Wie auch immer, er macht ihr jetzt Vorwürfe, was dazu führt, dass sie Anfang März auszieht und bis dahin möglichst viel Zeit bei ihrem neuen Freund verbringt. Was mich an der Sache stört, ist wie gesagt nur die Tatsache, dass in ihren Köpfen bei mir damals sicher das Wort „Schlampe“ aufgepufft ist, während es bei meiner Schwester okay ist. Aber es ist und war schon immer so: Nesthäkchen sind unfehlbar.

Eine bizarr liegendes, aber tiefenentspanntes Schwarztier

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen