Donnerstag, 15. Dezember 2016

Zeit zur Selbstpflege.


Mit heute muss ich noch 5 Tage arbeiten, dann habe ich Urlaub. Puh. Dieses Mal ist es ein Urlaub, den ich lange nicht mehr hatte. Zwar fahren wir über Silvester nach Baltrum, aber die Tage davor und danach sind einfach mal frei. Ich habe ab dem 22.12. Urlaub bis einschließlich dem 3.01.2017. Am 28.12.-02.01. sind wir auf Baltrum. Das heißt, dass ich am 22. Und 23. einfach mal nichts vorhabe. Am 24.12. fahren wir zu meinen Eltern, am 25. gehen wir abends mit F.s Mutter und Oma essen. Am 26. liegt nichts an, am 27. will F. vielleicht angeln. Da liegt bei mir auch noch nichts an. In Summe habe ich 4 Tage nur für mich. Das brauche ich auch dringend mal.

Dieses Jahr waren wir oft im Urlaub. So oft, dass fast alle Urlaubstage verplant waren. Da war nichts mit „ich nehme jetzt einfach mal einen Tag für mich“. Aber ich habe festgestellt, dass das keine gute Option ist. Ich will lieber einmal weniger weg und ein paar mehr Tage zum Einatmen haben. F. schaut schon wieder nach Urlaub, hat ein paar günstige Tage Teneriffa gefunden, rechnet hin und her, liebäugelt mit Costa Rica. Ich habe ihm gesagt, dass es vom Urlaub her und auch finanziell nächstes Jahr aus meiner Sicht nicht drin ist. Ein paar Tage brauchen wir ja auch noch für die Renovierungsarbeiten am Haus, zusätzlich zu den Wochenenden. Und da wir nach dem Umzug das Kindervorhaben langsam angehen wollen, ist es auch eine ganz schlechte Idee, für 2018 Costa Rica zu buchen. Da muss man sich eben entscheiden. Eigentlich weiß F. sowas auch, aber wenn es um Urlaub geht, schaltet sich sein Gehirn aus. Wir fliegen im kommenden Sommer nach La Palma. 14 Tage, quasi direkt nach dem Umzug. Das finde ich schön und das haben wir uns dann auch verdient. Allerdings, wenn wir dieses Jahr schon gewusst hätten, dass das nächstes Jahr mit dem Haus klappt, wäre ich vermutlich auch dagegen gewesen.

F. ist jemand, der am liebsten immer nur unterwegs wäre. Einfach mal Zuhause sitzen und nichts tun ist für ihn ein Ding der Unmöglichkeit. Ich dagegen brauche solche Momente der Ruhe. Wenn ich die lange nicht bekomme, legt sich in meinem Kopf ein Schalter um und irgendwas eskaliert. Ich bekomme dann Depressionen, bin niedergeschlagen und fühle mich von allem überfordert. Ich weiß das. Aber es fällt mir immer sehr schwer, nein zu sagen. Nein, ich brauche jetzt Ruhe. Wenn es so einfach wäre.

Selbstpflege ist eine Sache, an der ich unbedingt arbeiten muss bzw. die ich lernen muss. Immer nur für andere zu leben ist zwar möglich, aber sicherlich keine Erfüllung. Es ist wichtig, manchmal an sich zu denken. Das hat mit Egoismus nichts zu tun. Letztlich ist keinem damit geholfen, wenn du daran kaputtgehst, dass du dein ganzes Leben nach deiner Umwelt ausrichtest. Ich war nie gut in so etwas. Ich habe immer versucht, es allen gleichzeitig recht zu machen. Auch, wenn das natürlich nicht möglich ist. Aber ich denke, dass man sich das beibringen kann. Auszeiten nehmen. Me-time heißt es momentan sehr häufig im Netz. Und ich finde, dass das eine gute Sache ist, die ich umsetzen will.
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen