Mittwoch, 16. November 2016

Arbeiten, arbeiten, arbeiten.


Momentan ist der Bär los auf Arbeit. Die Aufgaben häufen sich, die Zeit rennt davon. Ich muss mich jetzt um zwei Dinge kümmern, mit denen ich vorher nie Berührungspunkte hatte. Eine Kalibriervorrichtung konstruieren mit einem Hydraulikzylinder, der eine definierte Axialkraft aufbringt? Kupplungsschütze bauen, die in Höhe, Breite und Länge variabel und somit für sehr viele Pumpengrößen nutzbar sind? Noch dazu unter Verwendung von Laserkanttechnik (wir sind eine Kunststoffbude). Und dann die Kupplung selbst. Woher soll ich wissen, welches die Coolste ist? Argh. Aber bombardiert mich ruhig alle mit dem Mist, der kein anderer machen will. Mein Kollege dagegen, der schon 6 Jahre aufwärts in der Konstruktion arbeitet und somit Dienstältester in der gesamten Abteilung ist, der darf sich damit beschäftigen, Toträume in schon fertigen Gusskonstruktionen zu beseitigen. Wow. Das ist mal hochanspruchsvoll. Nicht. Denn die Gussteile selbst haben mein Chef und ich komplett fertig konstruiert. Es geht nur um Anpassungen. Auf der anderen Seite ist es natürlich eine große Anerkennung, dass sie mir all die Dinge zutrauen. Ich bin die einzige in der Abteilung, die das CFD-Programm benutzen darf. Ich bin die einzige, die komplette Pumpen der neuen Pumpenserie konstruieren darf. Ich bin die einzige, die mit komplexeren Aufgaben in Bezug auf die Pumpen betraut wird. Mein Investantrag über 10.000€ für das neue Messsystem wurde nach nur zwei Tagen genehmigt. Tittenbonus, werden einige sagen. Ich will nicht lügen, das war bestimmt der Grund, aus dem sie mich damals als Studentin genommen haben. Als Vorzeigefrau. Aber wenn das jetzt der einzige Grund wäre, warum ich noch hier bin, würden sie mir ein paar lapidare Aufgaben geben, an denen nichts hängt. Sie haben also durchaus eine hohe Meinung von mir. Das „Problem“ dabei ist halt, wenn sie wissen, dass man etwas auf dem Kasten hat, fordern sie einen auch entsprechend. Insgesamt bin ich der Meinung, dass sie mein Gehalt mal ein wenig anziehen könnten, immerhin mache ich dieselben Sachen wie mein Chef und bekomme dafür weniger als die Hälfte von ihm. Aber ich bin kein Mensch, der von selbst hingeht und sagt: Leute, ich will mehr Geld. Immer diese falsche Bescheidenheit.
Morgen ist es so weit, da ist der Abend, den ich irgendwie allein packen muss. An dem ich essen müsste, ohne es zu müssen. An dem ich allein bin mit meinem Kopf. Aber vielleicht wird ja alles ganz einfach (haha.).

1 Kommentar:

  1. Ich denke an dich und wünsche dir viel viel Kraft für morgen Abend! ♡

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